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Kirchenchor

Der Kirchenchor unserer Gemeinde gestaltet die Festgottesdienste im Kirchenjahr und singt darüber hinaus zu verschiedenen festlichen Anlässen wie z.B. Firmung, goldene Erstkommunion oder zum Afrikasonntag.


Unser Repertoire ist sehr vielfältig und reicht von klassischen Werken bis zu neuen geistlichen Liedern und Gospel.


Der Chor arbeitet als Projektchor und probt an unterschiedlichen Tagen. Für jedes Projekt wird zudem ein Probenplan bekanntgegeben.


Die Proben finden im Pfarrsaal der Gemeinde statt und beginnen grundsätzlich um 19.30 Uhr. Hier werden Sie demnächst den aktuellen Probenplan finden.

 

Die Chorleitung liegt in den Händen von Frau Sigrid Hammer und wird begleitet von Herrn Bernhard Hammer am Klavier. Beide sind Orchestermusiker am Theater Vorpommern.

 

Wir freuen uns über neue Chormitglieder, besonders Männerstimmen sind sehr gefragt.
Jeder, der Freude am Singen hat, ist uns herzlich willkommen, denn „Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele“.

 

Kontakt:

Sigrid Hammer – Tel. 03831/271036 – e-mail:

 

 


 

Die Kirchenmusik in der Gemeinde –

Was erzählt die Chronik darüber aus ihrer über 200-jährigen Geschichte

 

Die Kirchenmusik hat eine lange Tradition in unserer Gemeinde „Hl. Dreifaltigkeit“:

Die 1. Erwähnung in der Kirchenchronik über eine musikalische Veranstaltung in einem Gottesdienst reicht über 200 Jahre zurück. Im Jahr 1809 kaufte Pfarrer Wendelin Zink, der in der Gründungsphase unserer Gemeinde sehr nachhaltig wirkte, von einem Kantor von Rügen ein Orgelpositiv. Im Ostergottesdienst am 2. April 1809 wurde dieses durch den Organisten der St. Marienkirche zum 1. Mal gespielt.

 

Im Laufe seiner 37 jährigen Amtszeit ließ Pfr. Zink immer wieder figurierte Messen – das sind musikalisch ausgeschmückte Messen - besonders zu Festtagen von Musikliebhabern aufführen - zum Teil mit Sängern vom Theater.

 

- So zu Pfingsten 1812 eine Messe von Lamboni. Der Dirigent war der Italiener A. Ruffati, ein durchreisender Virtuose.

- oder 1839 zum Fronleichnamsfest, wo die Messe von Michael Hayden „Hier liegt vor deiner Majestät“ erklang.

 

Einen Kirchenchor gab es damals noch nicht. Die Gemeinde bestand aus höchstens 200 Gläubigen, davon waren oft 150 Soldaten.

Es gab aber in Stralsund einige Musik- und Gesangsvereine, die vermutlich verpflichtetet wurden und auch Solisten vom Theater oder durchreisende Künstler.

 

Im Jahre 1834 wurde das Orgelpositiv durch eine Buchholzorgel ersetzt, die Pf. Zink bei dem bekannten Berliner Orgelbaumeister Carl August Buchholz bauen ließ.

Am 17. September 1834 weihte er sie ein und predigte 1 Stunde über den Text „Laudate Dominum in ordis et organo“ (Lobet den Herrn mit den Chören und der Orgel). Es erklang eine Mozartmesse mit Solisten.

 

1840 starb Wendelin Zink. Ob auch seine Nachfolger im 19. Jh. die Messen musikalisch umrahmten, geht aus der Chronik nicht hervor.

 

80 Jahre später wurde 1913 die Buchholzorgel durch eine neue aus der Stettiner Werkstatt Grüneberg ersetzt. Diese wurde bis zum Umbau der Kirche im Jahre 1966 bespielt.

 

Am 29. Dezember 1974 wurde mit einem Eröffnungskonzert mit Kirchenmusikdirektor Dietrich Wilhelm Prost die neue Sauer-Orgel eingeweiht.

 

 

Auch Organisten hat es in unserer Gemeinde immer gegeben. 1812 ist der erste in der Chronik erwähnt.

Sie waren in der Regel oft gleichzeitig auch die Lehrer und versahen den Küsterdienst.

Erst 1920 wird der Küster von der Lehrerstelle und 1933 vom Organistenamt offiziell getrennt. Die Lehrer haben aber in Stralsund weiterhin den Orgeldienst versehen.

 

- In der Gemeinde waren bei den älteren Gemeindemitgliedern noch die Lehrer und Organisten

- Joseph Dobroschki – er wirkte von 1919 – 1932

- und anschließend Wilhelm Weichselbaum bekannt.

Als dieser 1939 zur Wehrmacht eingezogen wird, übernimmt

 

- Sr. Wiborada von der Kongregation der Trebnitzer Borromäerinnen den Orgeldienst.

Nachdem sie 1943 nach Kolberg zum Notdienst verpflichtet wird, übernimmt sie nach ihrer Rückkehr von 1944 bis 1959 wieder den Dienst als Organistin.

Danach kehrt sie ins Mutterhaus nach Görlitz zurück.

 

- Von 1959 bis zu seinem Tod 1965 übernimmt Herr Max Heina hier in der Kirche und in St. Josef den Orgeldienst.

 

- Frau Renate Heina übernimmt diesen Dienst 1966 und übte ihn hier 50 Jahre bis Ende 2016 aus.

- In St. Josef und in Richtenberg spielt Herr Josef Heina seit 1960 bis heute die Orgel zu den Gottesdiensten.

Für diese jahrzehntelangen Dienste für unsere Gemeinde gebührt dem Ehepaar Heina unser Dank!

 

Unterstützt wurden die Organisten von 1998 – 2000 durch Herrn Jochen Schubert und von 2007 – 2010 durch Herrn Thomas Kaiser.

 

Zur musikalischen Begleitung der Messen wurden eine Männerschola und ein Instrumentalkreis gegründet:

 

- Frau Heina leitete von 1976 – 1982 die Männerschola, die die Gottesdienste musikalisch bereicherte.

- Danach bestand die Schola weiter unter der Leitung von Herrn Peter Sitte.

-Herr Heina gründete und leitete mit Herrn Bernhard Hammer ab 1982 den Instrumentalkreis, in dem viele Jugendliche und Erwachsene der Gemeinde bis 1989 musizierten und die Gottesdienste mit Instrumentalmusik umrahmten.

 

Die Instrumentalisten begleiteten auch später dann den Kirchenchor bei seinen Einsätzen zu den Festgottesdiensten.

 

 

CHOR

 

Nun noch ein paar Worte zur Geschichte des Chores in unserer Gemeinde:

 

Einen Kirchenchor gab es lt. Chronik in der Zeit, als die Lehrer Dobroschki und Weichselbaum sowie Sr. Wiborada im Amt waren.

 

Unter Initiative von Herrn Thomas Schmittenbecher, der Kapellmeister am Theater war, wurde am 22. Februar 1996 wieder ein Kirchenchor gegründet.

 

- 1999 übernahm der hauptamtliche Kantor Herr Jochen Schubert den Chor und von

- von 2002 – 2003 war Frau Riedel Chorleiterin.

Nach ihrem Weggang wurde der Chor

- von 2003 - 2007 von Herrn Peter Sitte ehrenamtlich geleitet.

- bis 2010 war dann Herr Thomas Kaiser Chorleiter.

 

Im Jahr 2011 gab es anlässlich des 75. Geburtstages von Pf. Janiszewski das erste gemeinsame Projekt mit dem jetzt bestehenden Chor, der aus dem ursprünglichen Chor und einem Projektchor entstand.

 

Deren Leitung liegt seit dieser Zeit in den Händen von Frau Siegrid Hammer, die mit Unterstützung ihres Ehemanns Bernhard mit viel Herzblut und Eigeninitiative und großem Zeitaufwand unseren Chor lenkt und leitet. Als Ergebnis tragen anspruchsvolle und festliche Chorleistungen zur Bereicherung unserer Gottesdienste bei. Für diese ehrenamtliche Arbeit gebührt dem Ehepaar Hammer ein großes Dankeschön!