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"Ich kann die schweigende Gemeinde hinter ihrem Mundschutz nur schwer ertragen" -  Kirchenmusik in Corona-Zeiten

Beobachtungen von der Orgel-Empore - Ein Gastbeitrag von Martin Rathmann für "Die Zeit" entdeckt in unserem Bistums-Newsletter
Der Berliner Kirchenorganist Martin Rathmann spielt seit Wochen in Gottesdiensten, in denen das Mitsingen strengstens untersagt ist.
Beobachtungen von der Orgel-Empore ...Weiterlesen? - hier klicken...

Letztes "Sketch-Video" vor der der Sommerpause - Das Sonntags-Evangelium kurz erklärt!

Das Sonntags-Evangelium kurz erklärt! - Mit "Sketch-Video"

Das Evangelium vom kommenden Sonntag (Mt 10, 37-42) hat zum Thema "Nachfolge". Was bedeutet das eigentlich?

Vielleicht mal eine ganz neue Sichtweise auf diesen Bibeltext zeigt der Film. ...Video hier klicken!!!

Viel Spaß beim ansehen

Ideen, Ausmalbilder, Video's und Texte zum Sonntags-Evangelium - jede Woche neu!

Zum Sonntags-Evangelium - jede Woche neue Ideen, Texte, Ausmalbilder, Video's und mehr

Liebe Besucher, jede Woche versuchen wir Ideen, Ausmalbilder, Video's, Texte zum Sonntags-Evangelium und einen Wortgottesdienstvorschlag auf unserer Internetseite (dreifaltigkeit-stralsund.de) zu verlinken. Da gibt es viel Interessantes zu den Bibeltexten des Sonntags zu finden. Schauen Sie doch mal rein unter: "Aktuelles / Sonntagslesungen" oder klicken Sie hier !!!

Es lohnt sich.  

Brief unseres Leitenden Pfarrers Johannes Schaan zu Fronleichnam

„Er geht mit uns in der konkreten Geschichte.“

Stralsund, Fronleichnam 2020

Liebe Schwestern und Brüder,
gerade habe ich die Übertragung des Fronleichnamsgottesdienstes unseres Erzbischofs Dr. Heiner Koch verfolgt. Mich haben die wesentlichen Aussagen seiner Predigt sehr berührt und dazu bewegt, mich auf diesem Wege an Sie zu wenden. Er sagte, dass Gott konkret werden musste. Er geht mit uns in der konkreten Geschichte. Unsere und meine konkrete Geschichte ist gerade nicht so, wie man sie sich wünschen würde.

"Er sagte, dass Gott konkret werden musste."

Pfarrer Andreas Sommer hat sich die Tage nach seinem Abschied sicherlich anders vorgestellt. Ich hatte schon im Vorhinein vermutet, dass mein Start hier in St. Bernhard Überraschungen und unerwartete Herausforderungen bereithalten würde, aber nie hätte ich auf das kommen können, was Gott wirklich für uns alle vorbereitet hatte. Viele von Ihnen, die in den letzten Wochen wieder zu einer gewissen Normalität zurückfinden wollten und auch gefunden haben, sind durch die letzten Ereignisse durchgerüttelt worden. Einige hat sogar die Krankheit getroffen, mehr oder weniger schlimm. Und bei all dem sagt uns unser Glaube und das Fest Fronleichnam: Gott ist mit uns, in diesen ganz konkreten Umständen der Geschichte.

Uns allen möchte ich heute eine Frage stellen, die auch mich in diesen Tagen beschäftigt hat: Glaube ich wirklich an diese Anwesenheit Gottes? Habe ich Ihn entdeckt, bin ich Gott konkret begegnet? Ich bin überzeugt, dass unser Umgang mit unserer konkreten Lebenssituation von der Antwort auf diese Frage abhängt.

"Habe ich Ihn entdeckt, bin ich Gott konkret begegnet?"


Ich möchte versuchen, meine Antwort zu formulieren, eine Antwort, die sich in mir beim Lesen und Hören der ersten Lesung des heutigen Festes aus dem Buch Deuteronomium (Dtn 8, 2–3.14–16a) geformt hat:
Mose sprach zum Volk: Du sollst an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Er wollte erkennen, wie du dich entscheiden würdest: ob du seine Gebote bewahrst oder nicht.
Morgen werde ich 40 Jahre alt. Vor 40 Jahren hat Gott mir durch meine Mutter und meinen Vater das Leben geschenkt, dafür bin ich allen dreien sehr dankbar. Am 07. Juni 1981 wurde ich getauft, den Jahrestag habe ich am vergangenen Sonntag gefeiert, dem Sonntag der Hl. Dreifaltigkeit, Patronatsfest unserer Kirche in Stralsund. Gott hat mich als sein Kind angenommen. Es hat lange gedauert, bis ich lernen konnte, dass er tatsächlich ein guter Vater ist, der mein Leben und meine Geschichte zum Glück führen möchte und dem ich ganz vertrauen kann. Er hat frühzeitig begonnen, mich in den Dienst als Priester zu berufen, das erste Mal war ich erst 15 Jahre alt. Es gab immer wieder Wüstenerfahrungen, Momente der Krise, des Zweifelns, aber nachdem ich mich für Ihn entschieden hatte, fand ich eine tiefe Sicherheit, dass Seine Liebe genügt. Nach 40 Jahren der Wüste hat Gott mich nun nach Stralsund geführt. Dafür bin ich Ihm sehr dankbar.
Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was der Mund des Herrn spricht.

"Dankt Gott dem Vater mit Freude", so lautet mein Primizspruch (Kol 1,12).

„Dankt Gott dem Vater mit Freude“, so lautet mein Primizspruch (Kol 1,12). Heute, am 11. Juni, vor neun Jahren hat mich Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Matthias Heinrich zusammen mit vier anderen Diakonen zum Priester geweiht. Morgen, am 12. Juni, vor neun Jahren durfte ich zum ersten Mal als Priester die Eucharistie feiern, ein großes Geschenk. Aber nie habe ich die Eucharistie so intensiv und als so erbauend erlebt, wie in dieser Coronazeit. Auch in den letzten Tagen der Isolation war die tägliche Eucharistiefeier für mich ein sicherer Anker in der Verbindung mit Gott, ganz konkret. Er stillt meinen Hunger, vielleicht nicht direkt den leiblichen, aber mit Sicherheit den tiefer sitzenden, existentiellen Hunger nach Gemeinschaft, Liebe, Wertschätzung, Anerkennung. Er tut das nicht so offensichtlich, wie ein Mittagessen, aber geheimnisvoll in der Verborgenheit der Gestalten von Brot und Wein. Ich habe in diesen wenigen Tagen so viele Gemeindemitglieder kennengelernt, wie ich es wahrscheinlich in gewöhnlichen Zeiten gar nicht so schnell hätte schaffen können. Meist über Telefon oder Email, alles andere holen wir später nach. Und ich habe bei all den Ungemütlichkeiten eine tiefe Verbundenheit, Anteilnahme und Gemeinschaft erlebt. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.
Nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat; der dich durch die große und Furcht erregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ; der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Väter noch nicht kannten.

"...den konkreten Weg mit, in und auf Gott hin gehen."


Gott hat mir bisher noch nie zu viel zugemutet, auch wenn es mir das eine oder andere Mal so vorkam. Ich weiß, dass er es auch jetzt nicht tut. Trotzdem kommt es mir manchmal fast unmöglich vor, der Verantwortung und den Aufgaben unserer so großen Pfarrei gerecht werden zu können. Ich kenne auch die Gefahr des Hochmutes, die Versuchung, mir mehr anzumaßen, als mir zusteht. Daher bitte ich Gott um Hilfe, nie zu vergessen, woher er mich gerufen hat, dass er es ist, der mich führt und der weiß, wo es hingehen soll. Auch Sie bitte ich von Herzen um Ihr Gebet und Ihre Hilfe. Ich bin Priester und Pfarrer nicht für mich, sondern für Sie alle, für seine ganze Kirche. Im Auftrag unseres Bischofs und in der Gemeinschaft der Kirche bin ich mit Ihnen Christ und möchte mit Ihnen den konkreten Weg mit, in und auf Gott hin gehen. Damit ich Sie und Sie mich besser kennenlernen können, werde ich mich, wenn es wieder möglich sein wird, über jede Einladung freuen.

Danke, dass ich hier sein darf.

Ihr Pfarrer Johannes Schaan

+++Telefon-Kontakt bei Notfällen, Problemen und Anfragen+++

In Notfällen oder bei Sorgen und Problemen kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder per Mail. Wir werden zuhören und versuchen zu helfen.

Leitender Pfarrer: Johannes Schaan, E-Mail , Tel. 03831/291131

Pfarrvikar: Bernhard Scholtz (Bergen), Tel. 03838/209351

Diakon: Jürgen Seidel, E-Mail , Tel. 03831/2882931 oder 0174/8307454

Gemeindereferent: Stephan Mark, E-Mail , Tel. 03831/2882932 oder 0152/53587108

Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit Stralsund

Kath. Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit vom Frankenwall

Unsere Kirchengemeinde umfasst etwa 3000 registrierte Mitglieder und erstreckt sich von der Hansestadt Stralsund über Richtenberg bis auf den Darß. Stralsund mit seiner Kirche "Heilige Dreifaltigkeit" ist Pfarrkirche und Mittelpunkt der neu gegründeten Pfarrei "St. Bernhard - Stralsund/Rügen/Demmin".

Gottesdienste finden in Barth, Richtenberg, Stralsund und Zingst statt. In den Sommermonaten feiern wir die Gottesdienste nicht in Zingst, sondern in Prerow.

Unsere Pfarrkirche steht in Stralsund:
Frankenstraße 39
(Kircheneingang: Frankenwall 7)

Wir gehören dem Erzbistum Berlin an.

Eine Übersicht mit Informationen zu unserem Pastoralen Raum "Pfarrei St. Bernhard Stralund-Rügen-Demmin" findest du, wenn du hier klickst.

Ein reges Gemeindeleben findet in unterschiedlichen Gruppen und Kreisen statt. Auf den folgenden Seiten finden Sie dazu Informationen und Ansprechpartner.

Ich lade Sie ein, sich über uns zu informieren und aktiv unser Gemeindeleben mitzugestalten.

 

Ihr Pfarrer
Johannes Schaan